Ich schreibe Texte. Für Bücher, Schulungen, Webseiten. Und auch gern für Sie!

Meine Leistungen im Detail

Als Autorin und Texterin verfasse ich Bücher, Broschüren, Blogs, Vorworte, Flyer, Medienmitteilungen, Webseiten-Contents, Profile von Firmen und Einzelpersonen ; als Ghostwriterin verfasse ich Ihre Memoiren oder anderes, was Sie veröffentlichen wollen, als Redenschreiberin, was Sie sagen wollen.

Neue seiten – Ein Auszug meiner Projekte

Goldlack, Mokka, Faltboote: Die Fuhle

Der beste Künefe oder Teile es mit deinem Freund
Mit dem Film „Soul Kitchen“ von Fatih Akin hat der Name nichts zu tun. „Soul“ steht hier wie seinerzeit bei Afroamerikanern „für nicht reich, für demokratisch“. Den Kebapladen gibt es seit drei Jahren, Vural und seine Crew haben ihn Ende 2017 übernommen. Natürlich steckt noch mehr Familie dahinter, unter anderem sein Onkel und sein Cousin, ansonsten wirken hier 18 Mitarbeiter, zwei davon in der Küche, zwei am Grill, einer an der Kasse, fünf am Tresen, zwei bei der Tellerwäsche, fünf im Service. Ein türkischer Maler hat die Wände dekoriert. Zu sehen sind Schauspieler, Filmemacher und Sänger: Fatma Girik, Baris Manco, Cüneyt Arkin, Yilmaz Günen, Tarik Akan, Cem Karaca, Musiker. „Frieden, kein Krieg!“ Auch dafür stehen diese Wandgemälde, erläutert Vural. Mitarbeiter Orhan ergänzt: „Türken und Kurden sind Schwestern und Brüder.“ Und der Chef sagt noch: „Jeder ist willkommen.“ Da steckt also der Soul. Beim Gehen kommt man an Uwe Seeler und Hans Albers vorbei. Jeder ist willkommen. Sie machen uns das seelenvolle demokratische Zusammenleben schon mal vor, die jungen Chefs an der Fuhle. Mehr lesen? Siehe Blog

Zwischen Kapstadt und Krasnojarsk

Ein Tochter-Mutter-Projekt. Marlene und ich erkunden die Lebens- und Lieblingsorte unserer Vorfahren.Von West nach Ost beginnen die Geschichten bei der Amama in Berlin:

Erstes Kapitel – Der karierte Koffer fährt nach Cölln

Die Gnädige will Frikassee oder Geschminkte Knie

Fürs Knabenhafte ist ihre Statur nicht geschaffen, aber die Gürtellinie hängt locker auf der Hüfte. Darunter trägt Elisabeth Holub – bei den Hausangestellten heißt sie „die Gnädige“, spätere Enkel nennen sie mit respekt- und gefühlvoller Distanz „die Amama“ – vielleicht Wäsche, die sich auch beim Tanzen bewährt, wie den kürzlich erfundenen Büstenhalter. Die Strümpfe befestigt sie am Hüftgürtel. So ein Kleidungsstückchen bindet sich ein halbes Jahrhundert später Urenkelin Vera zur Tanzstunde widerwillig unter den Minirock. Amamas Kleider enden ein Stück unterhalb des Knies, dieses ist aber beim Tanzen möglicherweise zu sehen, weshalb manch eine sich ihrerzeit die Beine schminkt. Schminken ist neben der Abschaffung des Korsetts eine Neuerung die Aufsehen erregt, war es bisher doch Schauspielerinnen und Prostituierten vorbehalten. Die Gnädige schminkt sich wohl nicht die Beine. Sie bevorzugt sicher echte Seidenstrümpfe und muss auch nicht zur Kunstseide greifen wie Irmgard Keuns „Kunstseidenes Mädchen“. Ihre Urenkelin lauscht Kurzgeschichten aus der Brüderstraße in Alt-Cölln, aus der „Beletage“. Dieses vornehme Wort schlägt sie erst Jahrzehnte später nach. Es meint die am besten ausgestattete Wohnung im gutbürgerlichen Hause, das schöne Geschoss. Eines der drei Meter hohen Zimmer in Elisabeths schöner Etage ist Ballkleidern und Karnevalskostümen vorbehalten. In ihren willensstarken, aufbrausenden Momenten kriegt Vera manchmal vorwurfsvoll zu hören: „Du bist wie die Amama!“  (Das Foto zeigt sie bei ihrem Bruder in Venedig. Zuhause ist sie in Alt-Cölln mitten in Mitte). Mehr über Amamas Kiez erfahren? Siehe Blog

Die Alster – Geschichte, Landschaft, Wasser und Zukunft des Flusses

Der Hamburger Fotograf Johannes Groht zeigt in fantastischen Landschaftsfotografien die Alster, wie sie noch nicht zu sehen war. Helmut Schreier sinniert über „Das laute Flüstern der Jahrtausende“ und mein Job als literarische Limnologin ist es, Sie in dasnoch namenlose Fließgewässer zu Zeiten der Hammaburg zu entführen. Hamm bedeutet „Flussniederung“. In dieser sumpfigen Marschniederung gleiten wir im 9. Jahrhundert durch das Revier von Kaulbarsch und Flunder. Es liegt im Einflussbereich von Ebbe und Flut. Im Sommer wird das Wasser hier 20 Grad warm und wärmer. Der Untergrund besteht aus feinem Sand, Kies und Schlamm. Der Sauerstoffgehalt ist je nach Gezeit unterschiedlich. Hier leben auch Stör, Dreistachliger Stichling und und viele andere Fischarten. Der namenlose Fluss verzweigt sich in mehrere namenlose Mündungsarme. Die Flussfahrt endet im Strom. Im Mündungsgebiet gab es seinerzeit sicher mehr Flundern als heute. Dieser Plattfisch wird auch Butt genannt, manchmal auch Schrubber, denn er hat eine raue Körperoberfläche mit dornigen Hautwarzen. Und er ist bekannt aus dem Märchen vom Fischer und seiner Frau. Auch die Biologie von Platichtys flesus ist wundersam: So lange die Flunderlarven im freien Wasser leben, haben sie auf jeder Körperseite ein Auge. Sobald sie zum Bodenleben übergehen, wandert das linke Auge auf die rechte Körperseite – meistens. „In der Regel rechtsäugig“ heißt es im Bestimmungsbuch.

Von © Hans Hillewaert, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1798016

Die wundersame Flunder bewohnt Salz-, Brack- und Süßwasser. Zuzeiten unserer limologisch-historischen Exkursion stiegen einzelne Flundern weit hinauf in den Unterlauf. Welches Wesen, welche Wesen hat die Alster heute, welche Qualität hat ihr Wasser? Ist sie noch natürlich? Oder ist das stark verzweigte System aus Kanälen, künstlich angelegten Seen, Teichen und Fleeten ein großes Freizeitgewässer? Wie lebt ein Fisch in der Großstadt? Das alles ist nachzulesen unter:

DIE ALSTER
Das Wesen des Flusses – Ein Buch von Johannes Groht mit Textbeiträgen von Johannes Groht, Karl Dierssen, Helmut Schreier, Alexander Lauterwasser und Vera Stadie.
Themen: Kultur, Landschaft und Geschichte der Alster – Landschaftsfotografie und Mikroskopfotografie – Biologie und Renaturierung
der Alster – Maßnahmen der Initiative „Lebendige Alster“
176 Seiten, 19,5 x 20 cm, gebunden,
Preis: 24,– €
Erschienen im September 2016
Ansprechpartner:
Klaas Jarchow KJM Buchverlag
kjarchow@jarchow-media.de
Mobil 0172 422 42 53
Simrockstraße 9a, 22587 Hamburg
Tel. 040 866 29 655
info@jarchow-media.de

Ein paar Eindrücke aus dem Buch (pdf)

„Einfach göttlich – Lebensmittelproduktion nach religiösen Regeln“

Bei der Recherche für den Beitrag „Einfach göttlich – Lebensmittelproduktion nach religiösen Regeln“, erschienen in Mohltied – Das Besseresser-Magazin für Schleswig-Holstein, Nummer 21, Ausgabe 4 – 2016, haben Regine Christiansen und ich einen Bekannten wiedergetroffen. Fuat Aydemir ist Inhaber der Schlachterei Dogutürk in Haselau. Er schlachtet halal. Das Fleisch ist nicht nur bei Moslems gefragt. Mehr über halal und koscher finden Sie in meinem Blog „Göttlich speisen“.

„Hoodies, Hirschhornsalz und gute Worte – Kleine Läden in der Großen Bergstraße“

Toppaktuell bleibt unser Buch durch extravagante Mieterhöhungen und Ladenschließungen in Altona-Altstadt. Seit wir im März 2014 mit der Recherche in den kleinen Läden begonnen haben, haben fünf von den 36 vorgestellten Geschäften und Gaststätten geschlossen, beziehungsweise ziehen zwangsweise um (Die Schaumstoffschwestern). Unser Softcover, 40 Porträts à zwei Seiten Text und Fotos – durch und durch in Eigenproduktion entstanden, über unsere Webseite erhältlich, ist also das Buch zum Thema Einzelhandel. Alle reden davon, tun Sie etwas: Kaufen Sie bei den kleinen Fachgeschäften statt bei den Ketten oder Onlineshops, sprechen Sie Politiker auf die für Verbraucher unerfreuliche Entwicklung an. Regine Christiansen und ich, die Autorinnen, wünschen uns wie viele andere, dass die Große Bergstraße ihren eigenwilligen Charakter behält. Wenn Sie wissen wollen, wie es weitergeht in Altona-Altstadt finden Sie einige Antworten in meinem Blog „Wie geht es weiter in der Großen Bergstraße? Die Eigentümer entscheiden.“
Lesen Sie hier einen Beispieltext (PDF)

Neue Website-Stories aus der Hand der PR-Texterin

Fachkompetent und fröhlich.
Zum Beispiel:
www.personalraum-spelling.de
www.rückenfitness.com
www.iriskschroeder.de

Komplizierte und komplexe Themen von der Wissenschafts-Journalistin verständlich und vergnüglich gemacht:

Im Auftrag des Forschungszentrums Terramare (heute www.icbm.de) habe ich 2001 eine Broschüre über das Ökosystem Wattenmeer erstellt. Sie scheint in ihrer anschaulichen Art richtungsweisend gewesen zu sein, werde heute noch danach gefragt. Habe die Ergebnisse der Ökosystemforschung, die unter anderem für Fischerei und andere Nutzungen des Wattenmeeres bedeutsam waren, für einen breiten Leserkreis dargestellt und saß dabei zwischen Forschung, Ministerien, Wirtschaft und Öffentlichkeit, zwischen allen Stühlen, wo ich mich am wohlsten fühle.

Nordsee-Broschüre

Für die Broschüre über die Nordsee und die Folgen des Klimawandels, die dort schon vor 15 Jahren verständlich nachzulesen waren, habe ich die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Zentrums für Meeres- und Klimaforschung der Hamburger Universität (heute www.cen.uni-hamburg.de) von den Vorzügen der Allgemeinverständlichkeit überzeugt. Darüber haben sich die Entscheider in der Politik ausdrücklich gefreut, als sie das übersichtliche Printprodukt in den Händen hielten. Und immer wieder habe ich erfahren, dass kurze, klare und kompakte Druckerzeugnisse eine größere Wirkung haben als der Verweis aufs Internet.
Lesen Sie hier den Text der Broschüre (pdf)

Leitfaden zu Reformprozessen in Verwaltungen

Empfohlen wurde ich für diesen Auftrag, weil ich für mein gnadenloses Kürzen bekannt war. Und mich rücksichtsvoll in die Leser hineinversetze, in diesem Fall Behördenmitarbeiter mit der weit verbreiteten Angst vor Veränderungen. Habe sie sozusagen mit ihren eigenen Worten und Zitaten „geschlagen“. Genau zuhören lernt man als Reporterin auch. Dass ich selbst keine Expertin für Behörden bin, hat mich vorm Fachchinesisch bewahrt. Da halte ich es mit dem Hamburger Verständlichkeitsmodell von Friedemann Schulz von Thun.
Lesen Sie hier den Text der Broschüre (pdf)

Naturschätze in Hamburg – Gesetzlich geschützte Biotope

Die tollen Fotos waren ein Glücksfall, die Kooperation mit den Auftraggebern in der Hamburger Umweltbehörde und der Grafikerin auch. Solche Projekte leben von einer gelungenen Zusammenarbeit, die habe ich im Laufe der Jahrzehnte sowohl als Teamleiterin, als auch Teamplayerin mit Respekt vor der Kompetenz der anderen gelernt. Der größte Glücksfall ist die Hamburger Natur, die ich inzwischen kenne wie meine Federtasche. Daher leite ich ja auch Exkursionen. Gerne zeige ich Ihnen den Weg in die „Wildnis“.